zuletzt aktualisiert: 14.12.2017 

Weitergehende Reinigung - Flockungsfiltration
Voreindicker
Voreindickung Der sich im Vorklärbecken absetzende Schlamm (Primärschlamm) und der ständig zuwachsende überschüssige Bakterienschlamm aus der Nachklärung (Überschussschlamm) werden in den Voreindicker, der 610 cbm Nutzinhalt besitzt, abgezogen und dort durch die vorhandeneSchwerkraft eingedickt. Der dann vorliegende Rohschlamm mit ca. 5% Trockensubstanz (5% Trockenmasse, 95% Wasser) wird dann in die Schlammstabilisierungsanlage, die Faulbehälter gefördert.
Faulbehälter
Von den vorhandenen zwei Faulbehältern besitzt jeder ein Volumen von 2.400 cbm. Der Schlamm aus dem Voreindicker wird auf ca. 35°C erwärmt und zur Ausfaulung in einen der Faulbehälter gefördert. Die Ausfaulzeit beträgt rd. 30 Tage. Das bei der Ausfaulung entstehende Methangas wird im Gasbehälter gesammelt und anschließend im Blockheizkraftwerk (BHKW) verstromt. Faulturm
Polymerstation
Polymerstation Der ausgefaulte Schlamm wird mittels Polymeren konditioniert um in der Kammerfilterpresse entwässert werden zu können.
Kammerfilterpresse (KFP)
In der Kammerfilterpresse wird der konditionierte Schlamm auf ca. 35% Trockensubstanz (35% Trockenmasse, 65% Wasser) entwässert. Die KFP weist eine Filterfläche von 320m2 auf, die mit Schlamm gefüllt wird, und aus der dann mit einem Druck von max. 13 bar das Wasser herausgepresst wird. Die gesamte anfallende und zu verwertende Schlammmenge beläuft sich auf ca. 1.500 t pro Jahr. Kammerfilterpresse
Klärschlammlagerhalle
Klärschlammlagerhalle Der überdachte Klärschlammlagerplatz weist ein Fassungsvermögen von ca. 500m2 auf, und erlaubt somit bei Bedarf eine Zwischenlagerung über mehrere Monate. Der entwässerte Klärschlamm wird seit 01.10.1999 thermisch verwertet. Er wird im Steinkohlekraftwerk Zolling, einem der modernsten seiner Art in Europa, verbrannt. Die Reststoffe (Asche und Schlacke) werden in der Baustoffindustrie recycelt.