zuletzt aktualisiert: 14.12.2017 

Weitergehende Reinigung - Flockungsfiltration
Aufgrund der Bodenseerichtlinien ist der AVR verpflichtet die strengsten Abwasseranforderungen in ganz Deutschland einzuhalten. Der Verband erhielt daher die Auflage ab 01.05.1997 strengere Anforderungen bei der Phosphorelimination zu erfüllen. Der Grenzwert für den Phosphor wurde herabgesetzt von 1,0 mg/l auf 0,3 mg/l, die abfiltrierbaren Stoffe von 20 mg/l auf 5 mg/l. Die Einhaltung dieser Grenzwerte ist nur mittels einer Flockungsfiltration (Sandfilter) möglich. Mit dem Bau der Flockungsfiltration wurde im Juli 1996 begonnen, die Inbetriebnahme erfolgte am 22.05.1997, die Gesamtkosten lagen bei ca. 3,5 Mio. DM.
Filter Die zur Ausführung gelangte Sandfilteranlage besteht aus 3 Modulen, bestehend aus je 6 Einzelfiltern mit einer gesamten Filterfläche von 91,8 qm. Das ca. 1,20 m starke Quarzsandfilterbett wird kontinuierlich von unten nach oben durchströmt. Über ein Zuflußrohr und einen Einlaufverteiler wird der Filter im unteren Bereich mit dem zu filtrierenden "Abwasser" aus den Nachklärbecken beschickt. Vor dem Filter werden Füllungs- und Flockungshilfsmittel zur Phosphatelimination (z.B. Eisenchlorid) zugegeben. Das Sandbett dient dabei als Reaktionsraum und Filter. Beim Durchströmen des Sandbettes von unten nach oben werden dann die suspendierten Stoffe (Flocken) im Filtersand zurückgehalten.Verschmutzter Sand wird also laufend vom Filterbett abtransportiert, gewaschen und wieder zugeführt. Die Filtration läuft somit kontinuierlich, ohne Unterbrechungen für Rückspülungen.
Das filtrierte Wasser verlässt den Filter über eine Ablaufrinne im oberen Bereich. Eine konzentrisch, innerhalb des Einlaufrohres angebrachte Mammutpumpe befördert den verschmutzten Sand vom Konus nach oben zum Sandwäscher. Im Sandwäscher wird der verschmutzte Sand durch das filtrierte Wasser gewaschen. Den so gereinigten Sand führt der Sandwäscher zum oberen Teil des Filterbetts zurück. Das verschmutzte Spülwasser wird im Ablauf der Belebungsbecken wieder der Kläranlage zugeführt.Die Filtration läuft somit kontinuierlich, ohne Unterbrechungen für Rückspülungen. Das verschmutzte Spülwasser wird im im Ablauf der Belebungsbecken wieder der Käranlage zugeführt. Filter
Flockung Die Anlage arbeitet weitestgehend im Automatikbetrieb, die Mess-, Steuer- und Regeltechnik erfolgt computerunterstützt, die Filteranlage kann jedoch auch jederzeit im Handbetrieb betrieben werden.
Das gefilterte Abwasser fließt dann teilweise durch das anschließende Biotop.
Biotop1 Biotop2